Strecke-

Tagesetappen mit Kurzbeschreibung

Saebol - Hesteyri - Latravik    24km

Von Saebol  5km nach Südosten auf ebenem Gelände, aber durch tiefes Moos, Sumpf, Gras und Flechten. Der Aufstieg zum Fannalädgafjall auf etwa 300m  ist moderat. Oben richtet man sich gen Osten und hier  wird das Gehen auf ca. 2km durch grobes  Geröll ziemlich erschwert. Der Abstieg ins Ytri-Slettadalur ist nicht steil, aber wieder ist das Gelände sehr tief durch den Pflanzenwuchs. Nach drei km kommt ein leicht zu querender Bach und es geht wieder auf etwa  270m Höhe,  nun aber auf einem gut erkennbaren Pfad, relativ leicht voran - 3km. Der nun folgende Abstieg  zur Küste und am Küstenstreifen nach Nordosten entlang beträgt ca. 4km nach Hesteyri und ist nicht besonders fordernd. Meine reine Gehzeit für die 14km - 5,5 h.

Von Hesteyri geht ein breiter Weg stetig nach Nordwesten zum Bergkamm des Skaddadalsfjall auf eine Höhe von ca. 400m. Man kann es fast als ‘Autobahn’ bezeichnen. Auf dem Fjall wird es durch Geröllfelder aber wieder etwas mehr Aufmerksamkeit heischender.  Der steile Abstieg zur Küste wird durch tiefen Bodenbewuchs dann wieder anstrengender. Die letzten drei km  geht man nur noch eben durch Sanddünen, bis die Schutzhütte von Latravik erreicht ist. Meine reine Gehzeit für die 10km - 3,5h.

Latravik - Fljötsvatn- Hälavik   25km

Von Latravik führt ein gut erkennbarer Weg, noch gut begehbar, ca. 2km Richtung Nordosten das Tal hinauf. Danach  geht es steil  auf die Tunguheidi in einen Höhenbereich von 400m - 450m. Der Aufstieg  muss z.T. auf allen Vieren bewältigt werden. Oben erschwert grobes Geröll das Vorwärtskommen auf ca. 7km . Dazwischen gibt es aber auch wieder tiefen Bewuchs., besonders beim Abstieg ins Tungudalur und weiter  zum Ufer des Fljötsvatn.  Besonders hier wird es  auf ca. 6km recht beschwerlich. Einen markierten oder getrampelten Pfad gibt es nicht. Tiefer Boden, (Sumpf), hoher Pflanzenbewuchs,  Moos und viele kleine Wasserläufe drücken die Durchschnittsgeschwindigkeit auf unter 2km/h!  Doch das Schlimmste kommt jetzt. Der 1km -Aufstieg zum Pass Porleifsskard  auf 500m Höhe ist  nicht besonders markiert. Streckenweise ist nun Klettern der Stufe 2-3 angesagt. Bei Nässe  nicht  ungefährlich, denn alles ist nur noch schmierig. Der Abstieg ist nicht ganz so steil, aber nach 3km kommt eine neuer steiler, kurzer  Anstieg auf den Pass Almeningasskard. Streckenweise sind Holzpfosten als Hinweise vorhanden. Nach diesem Pass geht es wieder stetig bergab durch tiefe Heide, Moos und Gras.3 km nach dem Pass erreicht man das Seeufer von Haelavik. Nun geht es am Strand entlang, unterhalb der Klippen von Hlöduvik , z. T. auf Sand und/oder Geröll noch etwa 3km bis zur Schutzhütte. Meine Gehzeit für diese Strecke - 15h!

 

Haelavik - Hornvik    10 km

Von Haelavik geht es 1km nach Nordosten  zum relativ steilen, aber doch sehr gut begehbaren Pfad auf den 320m hohen Skalakamburi. Der Weg ist gut markiert und nicht zu verfehlen.  Der Pass Atlasskard auf 330 ist nach 3km Richtung Osten erreicht. Aufstieg und Abstieg hier sind recht steil, aber problemlos. Zur Küste hinab wird es wieder durch das sumpfige  Grünland sehr anstrengend. Hat man das Meer erreicht geht es oberhalb des Strands auf einem schmalen Pfad weiter. Der Pfad führt später direkt zum Strand.  Einmal muss eine Klippe mit Hilfe eines gespannten Seils überwunden werden. Danach ist es nur noch ein kurzes Stück bis zum Zeltplatz von Hornvik. Meine Gehzeit  4h.

Hornvik - Hornbjarg  12km - xxkm

Diese Wanderung ist ein Spaziergang  vom Zeltplatz Hornvik zum Hornbjarg und zurück.  Man kann diese Runde ganz nach Belieben kürzen oder ausdehnen.  Bei Ebbe  kann man die Bucht direkt im Sand queren. Bei Flut muss die Dünenlandschaft gequert werden und anschließend  ein nicht zu tiefer Bach. Auf der Halbinsel führen verschiedene gut erkennbare und vor allem gut begehbare Pfade zum Hornbjarg. Von dort hat man sehr schöne Ausblicke auf die Bucht von Hornvik . Die Pflanzen hier sind recht vielfältig. Wenn man noch in der Brutzeit kommt, sollte man  sich vor aggressiven Möwen in Acht nehmen. Abends besuchen dann Polarfüchse  die Gäste auf dem Zeltplatz!

Hornvik - Hornsund    17km

Vom Zeltplatz Hornvik geht es in Südöstlicher Richtung durch die Sanddünen  zum Pass Kyrsskard  auf 360m Höhe. Der Aufstieg ist wieder  z.T. nur auf allen Vieren  zu bewältigen. Der Weg ist noch markiert durch Holzpfosten. Bis zum Axafjall sind es 2km und es geht leicht bergab auf 2km.  Links ist an der Küste der Leuchtturm von Latravik zu sehen. Das Geläuf ist  wieder durchgehend sehr anstrengend durch das tiefe Moos, Gras und Heidekraut. Man hält sich parallel zur Küste und muss einige problemlose Bäche überqueren. Nach einer Bachquerung  bei Djupavik folgt  zur Abwechslung mal wieder eine kurze Kletterstelle. Der Aufstieg zum Hvannakrar auf ca. 150m Höhe ist wieder recht steil. Der Abstieg etwas ziviler. Dafür  besteht das Tal von Bardsvik praktisch nur aus Sumpf.  An der Küste ist die  Schutzhütte von Sandshorn mit einem trockenen Plätzchen zum Zelten. Nachteil - Wasser zum Essen und Trinken  ist etwas rar.  Meine reine Gehzeit  - 10h.

Sandshorn - Bolungarvik - Hrafnfjördur   16km

Von der Schutzhütte muss man, um den Pfad zu erreichen, wieder 2km zurückgehen. Der Aufstieg zum Skardsfjall, 250m Höhe, ist gut markiert und trotz der Steilheit ordentlich begehbar. Nur gegen Ende  muss man durch mehr oder weniger loses Geröll und Blockfelsen bis zum Pass klettern. Der Abstieg ins die Bucht von Bolungarvik ist z.T. steil und rutschig durch das viele Wasser, das im Hang steckt. Durch den ausgetrampelten Pfad sinkt man beim Gehen nicht so tief und unten in der Bucht kann man auf Sanddünen oder am Sandstrand  marschieren. Ein Bach ist zu queren, macht aber keine Probleme - Trotzdem muss man aufpassen, da die Steine recht glitschig sind. Von Bolungarvik  führt der Weg nach 2km  dann  stetig bergauf  zur Bolungarvikurheidi auf 650m Höhe. Bis auf 200m  ist es wieder nur sumpfig. Das Wasser steht mindestens 5-10cm hoch, natürlich mit dem entsprechenden Bewuchs. Ab 200m beginnt es felsig zu werden. Der Pfad ist gut markiert durch Steinmänner.  Nach dem Pass empfehle ich, nicht dem Pfad zu folgen, sondern bereits weit oben sich nach Links zu orientieren. Hier ist es leichter, die Bäche, die durch Schneefelder gespeist werden, zu queren. An der Küste ist das Queren wesentlich schwieriger. Hat man das Glück, bei Ebbe die Küste zu erreichen, kann man direkt über die Bucht den Weg zur Hütte und zum Zeltplatz erheblich abkürzen. Außerdem ist das Gehen auch wesentlich leichter, als auf glitschigen Steinen oder tiefen Buckelwiesen. Meine  Gehzeit  8h.